„Ein Jahr dauert die Planung für die Sicherheit beim Hafengeburtstag – kurz vor Beginn steigt der Stresspegel enorm.“

Er stammt aus der Pfalz, aber die Seefahrt hat Simon Rosenkranz, 46, stets fasziniert – schon Vater und Großvater fuhren zur See. Er machte das Patent und lebte seinen Seemanns-Traum. Seit 2022 ist er als Hafenkapitän für Sicherheit und Verkehr auf der Elbe verantwortlich.

Wir haben gerade den Hafengeburtstag hinter uns gebracht. Das ist jedesmal eine echte Herausforderung für mich und mein Team, denn wir sind sehr stark eingebunden in die Planungen. Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits ein Jahr vor der Veranstaltung und je näher das Event kommt, desto mehr steigt der Stresspegel. Doch jetzt geht es direkt weiter für uns. Im Juni findet das nächste Fest im Hafen statt, die Yellow Night, bei der sich die Reederei MSC dem Publikum präsentiert. Und im September folgen dann die Hamburger Cruise Days. Es ist also noch eine Menge zu tun.

Ein weiteres langfristiges Projekt ist der Umzug der Hamburg Port Authority in die HafenCity. Unser Einzug in das prominente Gebäude am Strandkai 1 ist für Anfang 2026 geplant. Das scheint weit entfernt, aber bis dahin sind noch viele Fragen zu beantworten. Zum Beispiel, wie wir zukünftig arbeiten wollen? Dabei geht es um Themen wie das papierlose Büro, Digitalisierung und effizientes Arbeiten, aber auch darum, wie wir uns aufstellen wollen.

Auf den Sommer freue ich mich diesmal besonders, denn zum ersten Mal seit meinem Ausstieg aus der aktiven Schifffahrt vor zwölf Jahren, werde ich einen dreiwöchigen Urlaub mit meiner Frau und den beiden Kindern verbringen. Zum Start geht es für eine Woche nach Masuren in Polen und dann gibt es zwei Wochen Entspannung pur am Ostseestrand in Litauen. Zuhause wartet dann wieder Arbeit auf uns.

Wir haben ein Haus gekauft, das meine Frau und ich Stück für Stück in Eigenregie renovieren. Als Seemann macht man ja sowieso viele handwerklichen Arbeiten selbst, da trifft es sich, dass meine Frau Kapitän ist und wir gemeinsam die Arbeiten angehen können. Nachdem gerade umfangreiche Dämmmaßnahmen durchgeführt worden sind, kommt jetzt die Photovoltaik- Anlage aufs Dach. Und anschließend wird die Garage mit Holz verkleidet.

Wir machen alles, was geht, in Eigenregie, wenn möglich immer samstags, bis 17 Uhr. Dann ist Wochenende angesagt.

FOTO: FABIJAN VUKSIC