Occhio hat sich zu einer prägenden Designmarke entwickelt. Über viele Jahre haben Axel und SUSANN MEISE das Unternehmen gestaltet – Axel Meise durch seine gestalterische Handschrift, Susann Meise durch Entwicklung von Kultur und Werten.

Das Unternehmen, das Axel und Susann Meise in den vergangenen 26 Jahren aufgebaut haben, in seiner Tiefe zu verstehen, braucht Zeit. „Mindestens ein Jahr dauert es, keine Sorge“, sagt die Geschäftsführerin des Münchner Leuchtenherstellers, dieser Zeitraum gelte in erster Linie für neue Mitarbeiter. Kunden müsse und könne man den Mehrwert natürlich auch schneller erklären: „Wo fangen wir an?“

Am besten ganz von vorn. Denn die Geschichte von von Occhio, Europas Nummer eins für Luxusleuchten, ist eine Erfolgsstory.Die meisten Menschen haben tatsächlich ein Bild von den Produkten vor Augen, obwohl sie die Marke vielleicht gar nicht kennen. Einmal gesehen, nie mehr vergessen. Die ikonischen Leuchten stehen für herausragendes Design, einzigartige Lichtqualität und den für Occhio prägenden Anspruch einer „Culture of Light“. In den vergangenen Jahren wurde die Marke deshalb mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten German Design Award.

Der Erfolg von Occhio ist eng mit dem Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken in der Entwicklung des Unternehmens verbunden. Schon als Schüler entwickelte Axel Meise Leuchten und machte sich Gedanken über das Thema Licht. Noch während seines Maschinenbaustudiums baute er seine ersten kommerziellen Leuchten – etwa die damals hippen Trafoleuchten, bei denen in einer Zimmerecke an der Decke ein Trafo angebracht wurde, an einem Metallseil hingen dann kleine Leuchten, oft über einem Esstisch – Axel Meises Idee. Sein Geschäft ergänzte er bald um eine weitere Location ganz in der Nähe; ein Raum zum Tüfteln neben einer alten Schmiede. Es war eine echte Garagenwerkstatt. Dort erfand er auch, noch unter dem Markennamen „Axelmeiselicht”, die ersten Exemplare seiner heute berühmten Leuchten.

Früh prägte auch Susann Meise die Entwicklung des Unternehmens entscheidend mit. So entstand ein starkes Zusammenspiel: Er der Designer und Entwickler, der „Lichtmensch“, dessen Mission es ist, Menschen „mit der Kultur des Lichts zu bereichern“. Sie stärkt das Unternehmen nach innen, mit Verantwortung für Team, Werte, Kultur und interne Kommunikation. So wurde aus dem Start-up ein Marktführer und aus der kleinen Firma mit acht Mitarbeitern ein Unternehmen mit 250 Angestellten. Damit gehört Occhio zu den wachstumsstärksten Unternehmen der Branche.

Seit 2017 engagiert sich mit der EMH Group ein Finanzinvestor. Der Spezialist für Healthcare, Software und Industrie ist bis heute mit an Bord. Die Chemie stimmt, der wirtschaftliche Erfolg auch: „Wir sind gemeinsam gewachsen.“ Mit Blick auf weiteres Wachstum und die Zukunft des Unternehmens stehen Axel Meise als CEO und Susann Meise als Geschäftsführerin gemeinsam an der Spitze von Occhio. „Wir haben große Pläne“, sagt Susann Meise. Ein wichtiger Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau des Projektgeschäfts sowie auf der Entwicklung in europäischen Märkten.

Neben der Qualität der Leuchten ist es auch die Kommunikation, die Occhio von anderen unterscheidet. Brand Building als Erfolgsrezept. „Wir haben von Anfang an eine Markenagentur ins Boot geholt“, sagt Susann Meise, „denn wir wollten immer unsere Story vom Licht als Geschenk für die Menschen erzählen.“ So wurde aus Axel Meise Licht schon sehr früh die Marke Occhio, das italienische Wort für Auge. Dass man wegen des Namens den Eindruck haben könnte, Occhio sei nicht nur ein deutsches Unternehmen, sondern auch italienisch geprägt, macht Sinn. „Vieles rund um Design und Verkauf von Luxusleuchten spielt sich in Italien ab“, erklärt Meise.

Alles hat bei Occhio immer eine Geschichte. Auch zur Entstehung des Slogans „Culture of Light“ gibt es ein Storytelling aus dem wahren Leben. Bei einem Urlaub in Südafrika, dem Land „mit dems chönsten Licht der Welt“, hatten die Meises eine Ferienvilla gebucht: großartige Architektur, Designermöbel, perfekte Umgebung. „Das einzige, was nicht passte“, sagt Susann Meise, „war die Beleuchtung. Sie nahm dem Haus Schönheit und Eleganz. Es war, als hätte das Haus seine Kultur verloren.“ Bei diesem Gedanken, erzählt Susann Meise, „machte es bei uns Klick.“ Und der Slogan ,Culture of Light‘ war gefunden.

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Text: Andreas Eckhoff