Zusammen mit seinem Cousin ist CHRISTIAN HUF Chef von HUF HAUS, dem Hersteller von Design-Fertighäusern. Die Häuser bestechen durch ihre Architektur aus Glas und Holz. Dem Chef ist der Einklang von Familie und Firma wichtig.

Wie man in einem Familienbetrieb in die Rolle des Unternehmers hineinwächst, kann Christian Huf ziemlich gut beschreiben. „Als kleiner Junge auf dem Firmengelände im Sommer Rasen mähen, im Herbst Laub entsorgen und im Winter Schnee schaufeln.“ So habe es begonnen, erzählt Huf. Auch an die Weihnachtsfeste könne er sich gut erinnern. Als er ungefähr sechs Jahre alt war, hatte er sich einen Fußball gewünscht. Natürlich habe er den bekommen, aber daneben auch einen Holzklotz und einen Hammer. Huf: „So wurde mir das Handwerkliche in die Wiege gelegt.“

Und so wurde Christian Huf, 36, was er heute ist: zusammen mit seinem Cousin Benedikt Huf, 38, Chef von HUF HAUS. Der Konzern mit sechs Tochterunternehmen und mehr als 400 Angestellten stellt in ganz Europa schlüsselfertige Design-Fertighäuser her, die durch ihre besondere Architektur aus Glas und Holz beeindrucken. Die Geschäfte laufen gut. Huf: „Wenn Sie heute ein Haus bestellen, kann ich Ihnen nicht garantieren, dass Sie es noch im kommenden Jahr erhalten.“

Der Erfolg ist auch in der Historie einer großen Familie begründet. Manchmal muss Christian Huf selbst kurz nachdenken, wenn er die Geschichte erzählt. Bereits in vierter Generation leiten er und sein Cousin das Unternehmen. Die Philosophie in Familie und Firma: Chefs werden immer zugleich zwei Nachfolger, einer aus jedem Familienstrang. Christian und Benedikt Huf haben die Geschäftsführung 2021 als Nachfolger von Benedikts Vater Georg Huf und Christians schon 2011 verstorbenen Vater Thomas Huf übernommen. Von seinem Vater und seinem Onkel habe er Wichtiges gelernt, erzählt Christian Huf. „Es gibt einen speziellen Spirit bei uns in der Mannschaft. Es ist wichtig zu wissen, woher man kommt, wo die Wurzeln liegen.“

In dem aktuellen Führungsduo sind die Aufgaben klar verteilt. Benedikt Huf verantwortet alles Kaufmännische. „Er liebt die Welt der Zahlen“, sagt Christian Huf. „Meine Welt dagegen ist das Bauen und Verkaufen.“ Als „Außenminister“ kümmert er sich um Vertrieb und Marketing. Das Familienunternehmen ist für ihn nicht nur einfach ein Beruf, sondern auch Lebensweg. „Ich bin damit groß geworden, dass man auf dem Weg in den Urlaub noch zwei Kunden und acht Baustellen besucht“, erzählt er.

Bis ins Jahr 1912 reicht die Geschichte der HUF-Häuser zurück. Damals gründete Ur-Großvater Johann Huf ein Sägewerk und eine Zimmerei. 1948 stieg sein Sohn Franz ins väterliche Geschäft mit ein und beeindruckte mit ungewöhnlicher Weitsicht und Innovationslust. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen international bekannt. 1958 baute HUF HAUS die deutschen und arabischen Pavillons auf der Weltausstellung in Brüssel. 1960 errichtete die Firma in der Kölner Kaufhof-Filiale in der Haushaltswarenabteilung spektakulär das erste Fertighaus in Deutschland. 1964 startete HUF die erste eigene Hausbaureihe, die 1972 dank des Architekten Manfred Adams die nächst höhere Designstufe erklomm. Er entwarf ein Haus, dessen offenen Räume mit großen Glasfronten ein nie dagewesenes Wohngefühl vermittelte.

Die Treue zum Design ist allerdings nicht das Einzige, was HUF-Häuser auszeichnet. Stolz erzählt Christian Huf, dass seine Firma zwar Fertighäuser herstelle, aber „es gibt kein einziges Haus, das einem anderen gleicht. Wir beginnen bei jedem Haus mit einem weißen Blatt Papier“. Tatsächlich kann man beim Kauf eines HUF-Hauses bis „zum letzten Löffel in der Küche“ (Christian Huf) alles aus einer Hand bekommen. Und weil zum modernen Bauen auch der Trend zur Nachhaltigkeit gehört (alle Häuser sind mit dem Gold-Siegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert), sind HUFHäuser weit vorn: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und damit eines der Argumente im Verkaufsgespräch.

Als ausgezeichneter „Hidden Champ“ hat sich HUF HAUS als europäischer Marktführer für moderne Fertigbauweise etabliert. 17 Musterhäuser an elf Standorten in Deutschland, unter anderem sechs im HUF-Dorf am Firmensitz in Hartenfels, zeigen die Qualität der Häuser. Ungewöhnlich: Am neuen, seit 2024 bestehenden Standort Hamburg, gibt es zum ersten Mal kein Musterhaus. „Wir wollten andere Wege gehen“, sagt Christian Huf. „Neue Touchpoints ausprobieren und Netzwerke etwa über den Business Club anzapfen.“

An neuen Ideen hat es den Hufs noch nie gemangelt. Aktuell sind größere Wohnanlagen und kleine Tiny-Häuser ein Thema. An Manpower wird es nicht fehlen. Großvater Franz Huf, vergangenes Jahr mit 96 Jahren verstorben, hinterlässt 23 Enkel und 25 Ur-Enkel.

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KONTAKT
HUF HAUS GmbH & Co. KG
Franz-Huf-Straße 1
56244 Hartenfels
Tel: 02626 7610
huf-dorf@huf-haus.com
www.huf-haus.com

Niederlassung Hamburg:
Henrik Krüss
Tel: 040 57 30 81 02
Mobil: 0152 52 18 53 67

Text: Andreas Eckhoff Foto: Eugen Dortmann