Wohnen solle ein Geräusch machen, wünschte sich einst der Poet Max Goldt. Dann wäre auch klar, dass mit dem Tätigkeitswort „wohnen“ eine Tätigkeit verbunden sei – bislang könne man nämlich leider, so Goldt, „nicht ausschließlich wohnen, man raucht, schläft oder steht dabei. Ich würde gern mal versuchen, eine Minute lang nur zu wohnen, das wäre eine wunderbare Meditation. Wohn, wohn, wohn. Man müsste intensiver wohnen. Schließlich ist das ein Grundrecht, das der gütige Staat mir gewährt.“
Nun ist das Wohnen zwar formaljuristisch kein Grundrecht, da (anders als beispielsweise in Spanien) in […]